© copyright 2005-2006
Dipl.-Ing. (FH) Ing. Schmidt
    
Notwendigkeit

 

Energieberatung für Unternehmen (kfw-Förderbank)

 

Mehr als 80 Prozent der mittelständischen Unternehmen halten Energieeffizienz oder Energieeinsparung für „wichtig“. Zu Recht, denn die (weiter steigenden) Energiekosten machen in vielen Betrieben bis zu fünf Prozent vom Umsatz aus. Der neue „Sonderfonds Energieeffizienz in KMU“ will Informationsdefizite über betriebliche Energieeinsparmöglichkeiten abbauen und Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz initiieren - mit Beratungsförderung und Investitionskrediten.

Im Rahmen einer von der KfW in Auftrag gegebenen Studie hat das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) im Jahr 2007 den Markt für Energieberatung akribisch unter die Lupe genommen und dabei Energieberater, Energieexperten und auch rund 200 Unternehmen mit mehr als zwanzig Beschäftigten befragt.

 

Steigende Beratungsnachfrage

Die Nachfrage nach Energieberatungen steigt.

  • 69 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, „hohe Energiekosten“ hätten sie zur Beauftragung einer Energieberatung veranlasst
  • 32 Prozent der Betriebe hatten jährliche Energiekosten von bis zu 50.000 Euro
  • 19 Prozent Kosten von bis zu 100.000
  • 12 Prozent von bis zu 150.000
  • 36 Prozent von mehr als 150.000 Euro

Da fängt man dann schon mal an zu rechnen.

 

Ungenutztes Einsparpotenzial

Selbst größere Firmen nutzen (noch) nicht das gesamte Einsparpotenzial. Als hemmende Gründe hierfür wurden genannt:

  • 75 Prozent Zeitmangel aufgrund hoher Arbeitsbelastung
  • 68 Prozent „mangelndes Wissen über Einsparmöglichkeiten“
  • 6 Prozent „glauben“, dass sie überhaupt kein Energieeinsparpotenzial im Betrieb haben

So lassen offensichtlich viele Mittelstandsunternehmen Sparpotenziale brach liegen, weil sie nicht wissen, wo sie den Hebel ansetzen sollen.

 

Je größer, um so höhere Energiekosten

Jährliche Energiekosten von 3.000 € bis 1.500.000 €.

  • 3.000 bis 9.000 Euro, bei bis zu 9 Mitarbeitern
  • 7.000 bis 24.000 Euro, bei bis zu 19 Beschäftigten
  • 32.000 Euro, bei 20 bis 49 Beschäftigten in der Branche (Elektrotechnik)
  • 240.000 Euro, bei 20 bis 49 Beschäftigten in der Branche (Glas, Steine/Erden)
  • 210.000 Euro, bei 100 bis 249 Beschäftigten in der Branche (Elektrotechnik)
  • 590.000 Euro, bei 100 bis 249 Beschäftigten in der Branche (Metallverarbeitung)
  • 1.500.000 Euro, bei 100 bis 249 Beschäftigten in der Branche (Glas, Steine/Erden, chem. Erzeugnisse)

Energieberater veranschlagen Einsparpotenziale generell mit „mindestens 5 bis 20 Prozent“

 

Beratung und Investitionskredit

Ein Energieberater kann beides leisten: Er kann ungenutztes Sparpotenzial identifizieren und zugleich Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz im Betrieb vorschlagen. Er bietet Unternehmen eine fachkundige und unabhängige Energieberatung, die in konkrete Vorschläge für wirtschaftlich sinnvolle Energieeffizienz-Maßnahmen mündet. Der im ERP-Energieeffizienzprogramm angebotene, zinsverbilligte Investitionskredit ermöglicht dem Unternehmer dann die zeitnahe Umsetzung dieser Maßnahmen.