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Dipl.-Ing. (FH) Ing. Schmidt
    
Ihr Nutzen

 

Gutachten für Baumängel und Bauschäden

 

Gutachten vor dem Erwerb von Häusern / Eigentumswohnungen:

Die Erstellung eines Gutachtens ist nicht nur im Streitfall sinnvoll, sondern besonders auch vor dem Erwerb von Häusern und Eigentumswohnungen. Wir können mittels einer von uns durchgeführten IR-Messung z.B. feststellen, ob ein Haus unfachgerecht wärmegedämmt ist oder es durch Wärmebrücken zur Schädigung des Bauwerkes durch Tauwasserbildung und Pilzbefall kommt. Dieses Wissen kann kaufentscheident sein, da eine nachträgliche Sanierung/Wärmedämmung sehr schnell einige zehntausend Euro kostet.

 

Beweissicherungsgutachten für Bauträger / Bauherrn und Nachbarn:

1. Dokumentation einer mangelhaften, unfachgerecht ausgeführten Arbeit, bevor diese verschleiert, beseitigt, oder nur noch schwer nachweisbar ist. (Bsp.: Unzureichend gedämmte / unfachgerecht verlegte Rohrleitungen, "krummes" oder Mischmauerwerk, schlecht angeschlossene Dampfsperren, usw. führen zu Bauschäden bzw. hohen Folgekosten, und sind oft nur durch kostenintensive Abrissarbeiten im Nachhinein ermittelbar.)

2. Protokollieren des "Ist-Zustandes" eines Gebäudes oder Grundstückes. (Bsp.: Neubau im grenznahen Bereich: Hatte das Haus des Nachbarn schon vor dem Bau Risse oder andere Schäden? Wurde das Grundstück, Bäume oder Pflanzungen in Mitleidenschaft gezogen?) Ohne Beweissicherungsgutachten vor Baubeginn gibt es leider immer wieder kostspielige Auseinandersetzungen.

 

Beweissicherungsgutachten und Beratung für Mieter und Vermieter:

1. Festhalten des "Ist-Zustandes" eines Hauses / einer Wohnung vor dem Einzug eines neuen Mieters.

2. Beweissicherung auftretender Mängel / Schäden während der Wohnungsnutzung und Beratung zur Mängelbeseitigung. (Bsp.: Wer ist verantwortlich für die Schimmelpilzbildung? Lüftungsverhalten des Mieters? Gebäudesubstanz / -dämmung? Abhilfe und Kosten?)

3. Protokollierung des Zustandes beim Auszug des Mieters und Beratung zur evtl. notwendigen Wartungs- / Sanierungsarbeiten.

 

 

Welche Arten von Gutachten gibt es?

 

  • Das Privatgutachten

Gutachten die ausserhalb von Gerichtsgutachten für private Auftraggeber erstattet werden, bezeichnet man als Privatgutachten. Einen solchen Auftrag zur Erstellung eines Privatgutachtens können Privatpersonen, juristische Personen, Firmen, Versicherungen, Verwaltungen, Organisationen, Behörden, Verbände und vergleichbare Einrichtungen erteilen. Das Privatgutachten trägt ein unverwechselbares Erkennungsmerkmal: Es wird nicht im Rahmen eines bei Gericht anhängigen Verfahrens durch ein Gericht angefordert, sondern von einer privaten Seite, die meist die Begleitinformationen liefert und am Ende die Arbeit des Sachverständigen bezahlt.

 

  • Die Gutachterliche Stellungnahme

Die "Gutachterliche Stellungnahme" oder auch als "Gutachtliche Stellungnahme" bezeichnet stellt auf einen vorgelegten Sachverhalt oder Tatbestände ab. Die "Gutachterliche Stellungnahme" stellt eine Kurzform des Gutachtens dar, ohne inhaltliche Abstriche an der Aufgabenstellung des Auftraggebers zu machen. Auf eine Ortsbesichtigung kann je nach Umständen, im Einzelfall, wenn nicht unbedingt notwendig, je nach Vereinbarung mit den Beteiligten entfallen.

 

  • Das Gerichtsgutachten

Gutachten die im Rahmen eines Beweisbeschlusses für ein Gericht erstattet werden, bezeichnet man als Gerichtsgutachten. Einen solchen Auftrag zur Erstellung eines Gerichtsgutachten können nur ordentliche Gerichte (AG, LG, OLG) und der Oberste Gerichtshof (BGH) erteilen. Das Gerichtsgutachten trägt ein unverwechselbares Erkennungsmerkmal: Es wird im Rahmen eines bei Gericht anhängigen Verfahrens durch ein Gericht angefordert. Der Vorschuss an Gebühren für das Gutachten wird von der Partei verlangt, die den Beweis angetreten hat (beweispflichtige Partei).

 

  • Das Schiedsgutachten

Der Gesetzgeber hat die Form einer "privaten Gerichtsbarkeit" anerkannt und gesetzliche Regelungen in den §§ 1025-1048 der ZPO erlassen. Wenn zwei oder auch mehrere Parteien dahingehend eine Vereinbarung treffen, dass ein noch zu erstattendes Gutachten eines unabhängigen Dritten (eines Sachverständigen) für sie verbindlich sein soll, so haben sie damit eine Schiedsgutachtenabrede getroffen. Das Gericht ist im Falle einer späteren Auseinandersetzung an die Tatsachenfeststellungen des Schiedsgutachtens gebunden. Eine Klage beim ordentlichen Gericht auf Aufhebung des Schiedsgutachtens ist somit für die Parteien nicht zulässig, nachdem dieses erstattet ist. Die Feststellungen im Schiedsgutachten sind verbindlich und endgültig. Das bedeutet für die Parteien in der Regel eine schnelle und auch kostengünstige Lösung, Ihre Meinungsverschiedenheit unter Ausschluss der staatlichen Gerichte beizulegen.